Virtueller Haustierschrein

Kröti
Ich wollte immer schon eine Katze... musste aber 19 Jahre warten, bis ich
endlich eine bekam. 1989 vermittelte mir Nicole vom
Tierheim
Bergheim/Niederaussem eine 4 Monate alte rotgetigerte Kätzin, die von da an
mein Leben bereichert hat.
 
Ich nannte die Katze "Davine", aber bald schon zeigte sich, dass ihr
wirklicher Name "Kröti" war. Sie zog mit mir durch Deutschland - von Buir nach
Bergheim nach Frankfurt nach Leipzig nach Berlin...
   
Jemand, der noch nie das Glück hatte, mit einer Katze zu leben wird es nicht
verstehen, aber es ist einfach schön, nach Hause zu kommen und es wartet schon
jemand (wahrscheinlich darauf, dass man den Dosenöffner zur Hand nimmt, aber man
kann nicht alles haben).
Ein Tier liebt auf eine Weise, wie es ein Mensch nicht kann. Es fragt nicht
ob man alt oder jung, schön oder hässlich, gut oder schlecht gelaunt ist. Ein
Tier erkennt, wenn man traurig ist und tröstet einen (oder nervt so lange bis
man endlich den Dosenöffner zur Hand nimmt, aber das lenkt wenigstens vom Frust
ab).
Kröti starb im Juni 1999 in Berlin an einer infektiösen Bauchfellentzündung (FIP).
Ich vermisse sie an jedem einzelnen Tag ...
Tinka
Ich bin ja eher eine Katzentante, aber durch meine Arbeit an einer
Tierschutzseite bin ich auch auf den Hund gekommen. Tinka war eine Hündin aus
dem Tierheim Horb, die
als Scheidungswaise dort landete. Die Beschreibung klang passend, und wenn die
Fotos auch unvorteilhaft waren, so machten wir uns trotzdem auf die weite Fahrt
in Richtung Stuttgart.
    
Tinka war ein ehemaliger Kneipenhund, was zu starkem Übergewicht führte.
Zusammen haben wir eine ganze Menge abgenommen und Tinka fühlte sich bei uns
sehr wohl.
   
Als Tinka zu uns kam, war sie schon 12 Jahre alt. Dank der Gewichtsabnahme
stieg ihre Lebenserwartung aber, und so war sie noch fast 5 Jahre bei uns. Sie
kam perfekt erzogen an und lehrte uns vieles, was man über Hunde wissen muss.
Mit unseren Katzen kam sie auch gut klar, so dass diese jetzt als hundeerfahren
gelten dürfen. Unvergessen Tinkas Blick, als Katze Greta ihre Pfote abgeleckt
hat: "Hack mir das Bein ab, sonst rufe ich den Tierschutz! Die Katze hat daran
geleckt!!!" schienen ihre Augen mir zu sagen.
  
Anfang 2007 begann das Alter langsam, Tinki einzuholen. Sie bekam Arthrose in
den Schultern und konnte nicht mehr am Fahrrad laufen. Mit Medikamenten bekamen
wir das größtenteils in den Griff, aber man merkte, wie sie immer mehr abbaute.
Es kamen noch Herzbeschwerden hinzu, welche sich auch durch Medikamente nicht
beeindrucken ließen. So entschlossen wir uns schweren Herzens, Tinki zu erlösen.
Wir brachten sie zu unserer Tierärztin, die sie schmerzlos einschläferte. Wir
waren natürlich sehr traurig, aber der Gedanke, jetzt einem anderen Hund ein
Zuhause geben zu können, munterte uns auf.
Tinki, viel Spaß in den ewigen Jagdgründen - mögen die Eichhörnchen langsam
und das Wetter sonnig sein!
   
Satan
Zusammen mit seinem Bruder Luzifer kam Satan im Oktober 1999 als kleiner
Kater zu uns. Es war ein Abenteuer, sein Vertrauen zu gewinnen - monatelang ließ
er sich nicht anfassen. Mit viel Geduld und Ruhe wurde er im Laufe der Jahre
aber immer zutraulicher, bis er ganze Wochenenden schlafend auf meinem Schoß
verbrachte. Leider kam das Ende plötzlich und unerwartet im August 2008. Satan
wurde von unseren Hunden getötet - eine schmerzliche Erinnerung daran, dass
Tiere immer unberechenbar bleiben, auch wenn man sie gut kennt. Dem verwaisten
Luzifer suchten wir daraufhin ein schönes neues Zuhause.

 
|